Bananen-Ernte in Leipzig?16.05.2017 12:18

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Zugegeben, ganz so weit wird es aller Voraussicht nach nicht gehen.

Eine kleine Sensation ist es aber doch:

In Leipzig gedeihen vereinzelt Bananenstauden, die sich geradezu prächtig entwickeln

So findet man in einem Garten am Lauerschen Weg in Leipzigs Südwesten, kurz vor dem Cospudener See, ein Exemplar, dass nach nur sechs Jahren bereits eine bemerkenswerte Höhe von etwa 3,50m erreicht. Das ist in etwa die maximale Höhe, die diese Pflanzen in unseren Breiten unter günstigsten Bedingungen erreichen können.

Grund genug, es auch einmal selbst zu versuchen. die großblättrigen saftig-grünen Bananenstauden sind ja wirklich eine Augenweide. Und wer träumt nicht davon, einmal an heißen Sommertagen im Schatten einer echten Bananenpflanze zu relaxen?

Gesagt, getan. Im letzten Sommer wurde eine solche Pflanze im einschlägigen Fachhandel erworben, selbstverständlich eine winterharte Sorte (Musa basjoo), mit einer anfänglichen Höhe von ca. 20cm. Das Pflänzchen gedieh prächtig, fast wöchentlich entwickelten sich neue Blätter. Im Spätherbst, in Erwartung der ersten Nachtfröste wurde um die Pflanze dann reichlich Laub von den Apfelbäumen des etwas weiter hinten liegenden Obstgartens angehäufelt.

Anfang Mai - die Pflanze war über den Winter bis auf den Boden abgetrocknet und verrottet, wiurde die Stelle wieder vom Laub befreit.

Vom Wurzelballen war nichts mehr zu sehen ...

... so dass von einem Totalverlust auszugehen war. Es wurde schon über eine Neuanschaffung nachgedacht, die früher eingepflanzt werden sollte als im letzten Jahr, damit sie stark genug würde, den Winter zu überstehen.

Doch, schon gar nicht mehr erwartet, zeigte sich am 15. Mai plötzlich ein neuer Trieb. Bereits am ersten Tag lugte dieser ca. 8cm aus dem Boden:

Banane in Leipzig

Nun hat die kleine Staude fast ein halbes Jahr Vegetationszeit vor sich und man darf gespannt sein, wie sie sich entwickeln wird. Der Standort ist voll sonnig, durch eine hohe Hecke auch sehr windgeschützt, und die Wachstumsbedingungen dürften ausgezeichnet sein. Freilich, und das sei allen dringend ans Herz gelegt, die auch einmal eine solche südländische Staude kultivieren möchten, muss diese Art im Sommer bei Trockenheit stets ausreichend gewässert werden. Sie dankt es mit geradezu üppigem Wachstum, die Blätter entwickeln sich mit enormem Tempo. Voraussetzung ist ein geeignetes, sonniges Mikroklima.

Bananen verlangen nicht viel Pflege

Wichtig ist, besonders in der heißen Jahreszeit bei Trockenheit ausreichend zu wässern. Vor dem Winter muss der Wurzelballen auf geeignete Weise vor zu strengem Frost geschützt werden. Dann übersteht die Pflanze bis zu 10°C Kälte. Die abgetrockneten Blätter werden vor dem Wintereinbruch abgeschnitten. Wenn diese einfachen Regeln beachtet werden, entwickelt sich die Banane -mit etwas Glück- in wenigen Jahren ganz enorm und wird zu einer wahren Augenweide.

Übrigens: man kann die winterharte Bananenstaude selbstverständlich auch im Kübel ziehen. Bringt man sie dann im Winter in ein wärmeres Winterquartier, kann sie -bereits nach dem dritten Jahr- sogar Blüten ansetzen und Früchte entwickeln.

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